Am 13. und 14. Juni fand meine dritte Regatta in der Europe-Klasse am Rottachsee statt, den Meckatzer Europe Cup.
Gemeinsam mit meinen Eltern reiste ich bereits am Freitag mit unserem Wohnwagen an. Nach einer etwa zweistündigen Fahrt kamen wir am See an und konnten die schöne Aussicht genießen. Am Abend gab es zusammen mit den anderen Teilnehmern leckere Käsespätzle, wodurch die Regatta direkt mit einer tollen Stimmung begann.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Windes. Wegen der starken Bedingungen wurde der erste Start zunächst verschoben. Während viele Seggerlinge an Land blieben, machten sich die Europe-Segler bereit für die Wettfahrten. Schon beim Auslaufen war klar, dass es ein anspruchsvoller Tag werden würde.
In der ersten Wettfahrt wehte der Wind mit 5 bis 6 Beaufort, in den Böen sogar bis zu 7 Beaufort. Die Bedingungen forderten volle Konzentration. Ständig musste ich auf Winddreher und starke Böen reagieren. Auch in den beiden folgenden Wettfahrten blieb der Wind kräftig und drehte immer wieder, sodass jede Kreuz eine neue Herausforderung war. Trotz der Anstrengung machte es Spaß, unter solchen Bedingungen zu segeln und Erfahrungen zu sammeln.
Nach drei Wettfahrten war ich zwar ziemlich müde, aber auch zufrieden, den Tag erfolgreich gemeistert zu haben. Am Abend wurden wir mit Gyros, Salaten und Tzatziki versorgt. In entspannter Atmosphäre wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und viele spannende Geschichten erzählt.
Am Sonntag gingen einige Seggerlinge und die Europe-Segler erneut aufs Wasser. Von Land aus wirkten die Bedingungen ähnlich wie am Vortag, doch auf dem Wasser zeigte sich schnell, dass der Wind noch stärker war. Die vierte Wettfahrt begann für mich gut, und die erste Runde verlief trotz der kräftigen Böen ohne größere Probleme.
In der zweiten Runde nahm der Wind jedoch weiter zu. In den stärksten Böen wurden bis zu 8 Beaufort erreicht. Besonders die Vorwindstrecke von der Luvtonne zur Leetonne war extrem schwierig. Dort kenterte ich insgesamt fünfmal. Dadurch verlor ich viel Zeit und fiel weit hinter die bereits im Ziel angekommenen Segler zurück. Obwohl ich nach den vielen Kenterungen sehr erschöpft war, wollte ich die Wettfahrt unbedingt beenden, da das Ziel bereits in greifbarer Nähe war.
Leider wurde meine Wettfahrt später nicht gewertet, weil ich beim Aufrichten meines Bootes Hilfe benötigt hatte. Anschließend wurden alle Segler aus Sicherheitsgründen wieder an Land geschickt beziehungsweise hineingeschleppt. Da einige Europe-Segler aufgrund der Bedingungen gar nicht erst gestartet waren, konnte ich mit einem Streicher am Ende den 9. Platz belegen.
Bei der Siegerehrung gab es als Preise coole Handtücher und Bier – natürlich für meine Eltern, die mich das gesamte Wochenende begleitet und unterstützt haben. 😉
Die Regatta war eine wertvolle Erfahrung für mich. Ich konnte viel lernen und habe erlebt, wie es ist, bei sehr starkem Wind auf einer neuen Bootsklasse zu segeln. Teilweise fühlte es sich fast so an wie am Gardasee.







