Am Freitag, 15. Mai 2026 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Segel-Club Bodman e.V. im Werner und Erika Messmer-Haus in Espasingen statt.
Vereinsjahr 2025 im Überblick
Kuno Storz, der 1. Vorsitzende des Vereins, berichtete über ein insgesamt sehr aktives und erfolgreiches Vereinsjahr 2025 – sowohl im seglerischen Bereich als auch im Hinblick auf umfangreiche Instandhaltungs- und Pflegearbeiten an Hafen und Clubhaus. Alle diese Maßnahmen, auch die zahlreichen Umweltschutz-Maßnahmen, wurden maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement der Mitglieder getragen.
Der Beginn der Segelsaison 2025 war durch einen außergewöhnlich niedrigen Wasserstand erschwert. Dank des engagierten Einsatzes, insbesondere des Takelwarts Alf Müller, konnten die Herausforderungen jedoch erfolgreich bewältigt werden.
Im Bereich Vereinsorganisation wurde hervorgehoben, dass die Verwaltung transparent, rechtssicher und zukunftsorientiert erfolgt. Die Vielzahl administrativer Aufgaben wird unter anderem durch die Geschäftsstelle, insbesondere durch Tina Muser, zuverlässig unterstützt. Der Vorsitzende bedankte sich für diesen Einsatz.
Im Berichtsjahr fanden zehn Vorstandssitzungen sowie eine Klausurtagung statt, in denen zentrale Themen beraten und Entscheidungen getroffen wurden. Die Mitglieder wurden regelmäßig über verschiedene Kommunikationskanäle informiert.
Die Mitgliederentwicklung zeigte sich weiterhin stabil. Ende 2025 zählte der Verein 461 Mitglieder (Vorjahr: 450), aktuell beträgt der Stand 463 Mitglieder. Besonders erfreulich ist die Zahl von 53 Jugendmitgliedern, was die erfolgreiche Jugendarbeit unterstreicht.
Zu den wichtigen Projekten zählte die Erneuerung der wasserrechtlichen Erlaubnis für den Hafenbetrieb sowie die Genehmigung der Nachbaggerung des Hafenbeckens. Beide Genehmigungen wurden 2024 erteilt.
Die finanzielle Lage des Vereins ist ebenfalls stabil. Trotz gestiegener Kosten konnte der laufende Betrieb gesichert werden. Die Nachbaggerung stellte die größte finanzielle Herausforderung dar, konnte jedoch durch Rücklagen und vorausschauende Planung bewältigt werden. Beitragseinnahmen, angepasste Liegegebühren sowie ehrenamtliche Leistungen werden wesentlich zur finanziellen Stabilität auch in Zukunft beitragen.
Die Arbeitseinsätze im Frühjahr und Herbst wurden erfolgreich durchgeführt. Zudem wurde die WLAN-Infrastruktur verbessert. Allen Beteiligten wurde gedankt.
Im Bereich Umweltschutz wurde das fortlaufende Engagement des Vereins betont, dass sich unter anderem im erfolgreichen Umwelt-Audit und der Auszeichnung mit dem „Blauen Anker“ widerspiegelt. Der Umwelttag wird weiterhin fester Bestandteil des Vereinslebens sein.
Der Clubhausbetrieb wurde als sehr positiv hervorgehoben. Der Einsatz der Hafenlieger sowie insbesondere von Heinz Karcher und seiner Frau Lore wurde ausdrücklich gewürdigt. Ebenso wurde den Hafenmeistern für ihren verlässlichen Einsatz gedankt.
Zu den seglerischen und sportlichen Aktivitäten sowie der Jugendarbeit wurde auf die gesonderten Berichte der jeweiligen Verantwortlichen verwiesen. Die gute Beteiligung an Veranstaltungen wie Ansegeln, Clubregatta, Lampionkorso und Nikolausfeier wurde positiv hervorgehoben.
Das Clubboot (Sunbeam 27) wurde im Berichtsjahr gut angenommen, ebenso wurde die neue Mitseglerbörse zur Förderung des gemeinsamen Segelns vorgestellt. Die Mitglieder wurden dazu aufgerufen von beiden Angeboten noch mehr Gebrauch zu machen.
Für die Zukunft wurden notwendige Sanierungsmaßnahmen am Clubhaus, insbesondere im Bereich Terrasse, angekündigt. Diese sollen unter Berücksichtigung der finanziellen Situation und mit Eigenleistungen umgesetzt werden.
Ein personeller Wechsel steht im Bereich Clubhausmanagement an, da Heinz Karcher nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird. Entsprechende Nachfolgelösungen werden im Rahmen der Wahlen behandelt.
Zudem wurde über das Großprojekt „Zukunftsquelle“ der Bodenseewasserversorgung informiert, das langfristige Auswirkungen auf die Region haben könnte.
Abschließend bedankte sich der Vorsitzende beim gesamten Vorstandsteam, den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern sowie allen Unterstützern und Mitarbeitern für ihr Engagement im vergangenen Jahr.
Hafenausbaggerung
Die 2. Vorsitzende Sonja Hildebrand stellte den Verlauf des Projektes der Seegrundentnahme Bodman- Ludwigshafen vor. Die Planungen hatten bereits im Jahr 2021 mit dem Ziel begonnen, eine Bauherrengemeinschaft zusammen mit dem SCBo Segelclub Bodman, dem Gemeinde Yachthafen Ludwigshafen, dem Yacht-Club Ludwigshafen und dem Yachtclub Stockach zu bilden, um die Gemeinkosten möglichst gering zu halten. Nach Vermessungsarbeiten durch die Firma Obergfell und Vorplanung durch Ingenieurbüro Baur sind die genehmigungsfähigen Entnahmehöhen ermittelt worden.
Im April 2023 wurde eine Sedimentsbeprobung durchgeführt, die keine Auffälligkeiten ergab. In enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt wurde die Entwurfsplanung fertiggestellt und die Entnahmehöhen final festgelegt. Zudem erfolgte die Ermittlung möglicher Entsorgungswege.
Im September 2024 wurde die wasserrechtliche Genehmigung ohne zusätzliche naturschutzrechtliche Auflagen oder Ausgleichsmaßnahmen erteilt, was insbesondere der sorgfältigen Arbeit des Ingenieurbüros Baur zu verdanken ist.
Die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten erfolgte im November 2024 an die Firma Hildebrand OHG als günstigsten Anbieter. Im Rahmen einer erneuten Variantenprüfung erläuterte Sonja Hildebrand ausführlich die untersuchten Optionen (Ausbaggerung vs. Saugbaggerung vs. Verladen auf Schuten sowie Verklappung am Obersee) und begründete, weshalb die Ausbaggerung insgesamt die effizienteste und kostengünstigste Lösung darstellte. Im Juli 2025 wurde schließlich die Firma Hildebrand OHG mit der Ausbaggerung des Seegrunds beauftragt. Ab dem 11.07.2025 begannen die Arbeitsvorbereitungen, einschließlich der Abstimmung eines vorgezogenen Baubeginns auf den 12.09.2025. Mit diesem Datum starteten die Ausbaggerungsarbeiten im Hafen des SCBo. Der vorgezogene Baubeginn wurde aufgrund eines niedrigen Wasserstands erforderlich. Allen Beteiligten wurde gedankt, insbesondere dafür, dass die Segelsaison im SCBo früher beendet werden konnte und dies reibungslos umgesetzt wurde. Ein besonderer Dank galt zudem dem Bürgermeister, der es ermöglichte, dass die Arbeiten und der Abtransport durch Bodman auch während der noch laufenden Hochsaison durchgeführt werden konnten. Es wurde zudem festgehalten, dass es zu keinen Beeinträchtigungen für die örtlichen Gastronomen sowie die Kursschifffahrt kam.
Im Verlauf der Arbeiten kam es zu spannenden Innovationen, wie der Konstruktion und den Bau eines speziellen Baggerlöffels für das Ausbaggern von Schlamm mit variablen Siebstärken. Ein 35-Tonnen-Raupenbagger wurde speziell für die Seegrundentnahme umgerüstet und für eine Reichweite von bis zu 21 Metern konfiguriert, um die Arbeiten effizienter durchführen zu können. Für drei Lkw wurde eine Abdeckung als Spritzschutz konstruiert, um die Verschmutzung der öffentlichen Straßen so gering wie möglich zu halten. Zahllose Kubikmeter Sediment wurden zur Deponie nach Geisingen transportiert. Zudem wurde die Vermessung des Urgeländes sowie der erhebliche manuelle Aufwand für die Kontrollmessungen der Baugruben hervorgehoben, die in jedem Hafenbecken dreimal durchgeführt wurden und die insgesamt etwa 16.000 Messpunkte umfassten.
So kam es zu verschiedenen Herausforderungen im Projektverlauf, auch terminlicher Art. Der Baubeginn musste kurzfristig um zwei Wochen vorgezogen werden; dennoch konnten gegen Projektende die Schuten aufgrund des sinkenden Pegelstands nicht mehr vollständig beladen werden. Weitere Herausforderungen ergaben sich durch einen Kampfmittelverdacht im Hafen Ludwigshafen, der zusätzliche technische Untersuchungen erforderlich machte, sowie durch die notwendige archäologische Baubegleitung aufgrund vorhandener Kulturfelder im gesamten Hafenbecken von Ludwigshafen und Pfahlbauten im östlichen Yachthafen.
Alle diese Herausforderungen konnten durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten gemeistert werden. Besonders hervorgehoben wurden das Team aus Hemmenhofen für die archäologische Baubegleitung, die Firma Semmler, Alf Müller für die Unterstützung bei der Vermessung sowie der 1. Vorsitzende für die kontinuierliche Unterstützung. Ein weiterer Dank galt Duke für die fotografische und filmische Dokumentation des Projekts.
Zudem gedachte sie ihres Mitunternehmers Jürgen Salzmann, der trotz schwerer Krankheit bis zuletzt am Projekt mitgewirkt hat und inzwischen verstorben ist.
Baukostenabrechnung Seebodenentnahme 2025/2026Mitgliederversammlung
Die Baukostenabrechnung für die Seebodenentnahme 2025/2026 stellte sich dar wie folgt:
Ursprünglich war eine Entnahme von 3.300 m³ mit geplanten Baukosten in Höhe von 406 Tsd. € vorgesehen. Zusätzlich wurde in der Mitgliederversammlung 2025 ein Kostenpuffer von 60 Tsd. € genehmigt. Tatsächlich wurden jedoch knapp 4.300 m³ ausgebaggert, wodurch Mehrkosten in Höhe von 103 Tsd. € entstanden. Die Gesamtbaukosten beliefen sich somit auf 509 Tsd. €. Diese Kosten wurden über eine Investitionsumlage auf die Hafenlieger umgelegt. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Liegeplatzinhabern für die reibungslose Umsetzung.
Dennoch ergibt sich eine Finanzierungslücke in Höhe von 54 Tsd. €, da der Verein zwei Gastliegeplätze sowie einen Liegeplatz für das Clubboot selbst trägt.
Die Mitgliederversammlung beschließt, zur Restfinanzierung der Baukosten für die Seebodenentnahme, in Höhe von 54 Tsd. € die vorhandenen Rücklagen des Vereins in Höhe von 52 € einzusetzen.
Der verbleibende Betrag von 2 Tsd. € wird über den laufenden Vereinshaushalt finanziert.
Im Zusammenhang mit der höheren Seebodenentnahme ergänzte der 1. Vorsitzende, dass insbesondere der veränderte Verlauf der Aach weiterhin Anlass zur Sorge gebe. Durch die Verlagerung der Strömung würden vermehrt Sedimente in Richtung Hafen eingetragen. Mögliche Maßnahmen zur Anpassung des Aachverlaufs in Richtung des Bodensees werden aktuell geprüft. Gespräche hierzu mit der Gemeinde sowie weiteren Hafenbetreibern sind bereits im Gange.
Bürgermeister Stolz dankte für die gute Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten und hob insbesondere die erfolgreiche Umsetzung der Hafenausbaggerung hervor. Sein Dank galt dabei ausdrücklich Sonja sowie der ausführenden Firma Hildebrand.
Zum Thema Aach wies er auf bestehende Herausforderungen durch Rückstau sowie auf die Sensibilität des Bereichs als Schutzzone, insbesondere für den Biber, hin. Erste Planungsvorschläge seien bereits eingereicht worden.
Zum Großprojekt „Zukunftsquelle“ informierte er, dass im Herbst eine grundlegende Entscheidung über die zukünftige Wasserversorgung getroffen werden solle, einschließlich der Frage nach möglichen Alternativen zum Standort Pfaffental.
Des Weiteren zeigte er sich zuversichtlich, dass eine zufriedenstellende Lösung hinsichtlich möglicher Wassernutzungsbeschränkungen gefunden werden könne.
Abschließend ging er auf das Thema Quagga-Muschel ein und verwies auf weiteren Informationsbedarf. In diesem Zusammenhang sei eine Bürgerinformationsveranstaltung vorgesehen, um über den aktuellen Stand zu informieren.
Segelsportliche Aktivitäten
Der Regattawart Frank Allmendinger berichtete über die sportlichen Aktivitäten des vergangenen Jahres.
Im Erwachsenenbereich stellte er ausgewählte Crews und deren Regattaergebnisse vor, darunter insbesondere die Crew der MaxiMumm sowie deren erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Regatten. Ebenso hob er die Leistungen der „Hexe II“ mit ihrer Crew hervor.
Der Günther-Scheck-Cup (Speed Race), der über die gesamte Saison ausgetragen wird, wurde ebenfalls vorgestellt. Auf Wunsch der Clubmitglieder wurde hierfür ein Live-Board eingerichtet, über das aktuelle Ergebnisse und die Rangliste jederzeit eingesehen werden können.
Im Rahmen der Preisverleihung wurde der Wanderpokal für die Erwachsenen feierlich durch Florian Hildebrand an Duke Span in Anwesenheit von Günther Scheck übergeben. Der Jugendpokal des Günther-Scheck-Cups wurde an Lili Dorn verliehen.
Jugendarbeit
Jugendwart Michael Bozsa stellte die anwesenden erfolgreichen Jugendmitglieder der Saison 2025 vor und bat ebenfalls die Trainerinnen (Carla, Kathrin, Helena und Felix) nach vorne. Er würdigte das große Engagement des Trainerteams, das mit über 540 Trainingsstunden und mehr als 10.000 gefahrenen Kilometern maßgeblich zum Erfolg der Segeljugend beigetragen hat.
Im Anschluss berichteten die Jugendlichen selbst über ausgewählte Highlights der Saison, darunter Trainings- und Regattaerfahrungen am Gardasee, Sommertrainings, der Erwerb des Jüngstenscheins, Ausflüge, Regattateilnahmen, bis hin zur Teilnahme von zwei Jugendmitgliedern an der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft Optimist 2025 am Starnberger See und von einer Jugendlichen an der Ausscheidungsregatta zur Europa- und Weltmeisterschaft Optimist in Warnemünde.
Ein jährliches Highlight stellte der Besuch der Segeljugend am Gardasee dar. Der Jugendwart hob insbesondere das außergewöhnliche Engagement der Trainerin Carla hervor, die neben Training und Organisation auch die umfassende Betreuung der Jugendlichen vor Ort übernahm.
Darüber hinaus wurde die enge Zusammenarbeit im Rahmen der Segeljugend-Kooperation SeeEnde hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf die Förderung weiterer Bootsklassen (z. B. 420er) und die erweiterten Trainingsmöglichkeiten.
Der Jugendwart betonte zudem die Bedeutung des Jugendschutzes als fortlaufende Aufgabe und rief alle Mitglieder dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und aufmerksam zu bleiben.
Abschließend sprach er seinen Dank an alle Helfer, Unterstützer und Spender aus, die zur erfolgreichen Jugendarbeit beitragen. Gleichzeitig warb er um weitere Unterstützung, insbesondere im Trainingsbetrieb, um die nachhaltige Förderung der Jugend sicherzustellen.
Umweltschutz
Umweltbeauftragter Klaus Gohl berichtete über die Umweltmaßnahmen des vergangenen Jahres. Ein Schwerpunkt war die Hafenausbaggerung. Im Rahmen der Sedimentprüfung wurden keine Schadstoffe festgestellt. Dass das Vorhaben ohne Auflagen hinsichtlich einer Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden konnte, ist dem hohen Umweltstandard des Vereins zuzuschreiben. Ein hohes Bewusstsein für den Umweltschutz ist für den Verein selbstverständlich, aber auch im Sinne der Sicherung des Hafenbetriebs. Umwelt- und Sicherheitsanforderungen werden künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Hierzu werden in Zukunft verstärkt Daten erhoben und Maßnahmen dokumentiert werden müssen.
Der „Blaue Anker“ wurde rezertifiziert. Im Auditorenteam wurden neue Schwerpunkte definiert, sodass künftig neben dem Umweltschutz auch der Bereich Sicherheit stärker berücksichtigt wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf praxisnahen Themen, wie beispielsweise dem umweltgerechten und sicheren Tanken.
Am 05. Juli 2025 wurde ein Umwelttag durchgeführt; der nächste Umwelttag ist für den 11.07.2026 geplant, zu dem auch benachbarte Häfen eingeladen werden.
Im Bereich Sicherheit wurde unter Hinweis auf die kürzlich im Bodensee kostenintensive Bergung einer Segelyacht (ca. 3,7 Mio. €) empfohlen, die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung auf mindestens 3 Mio. € zu erhöhen. Die Mitglieder sollen hierzu zeitnah entsprechend informiert werden.
Abschließend wurde über die geplante Anschaffung eines vereinseigenen Defibrillators berichtet. Die Kosten belaufen sich auf ca. 2.500 €. Ein entsprechender Spendenaufruf wurde gestartet. Der Vorstand dankte allen bisherigen Spendern. Zudem wird geprüft, ob eine Förderung in Höhe von bis zu 30 % möglich ist.
Wirtschaftliche Situation
Die finanzielle Lage des Vereins ist im Wesentlichen vergleichbar mit dem Jahr 2024. Die bestehenden Verbindlichkeiten beschränken sich auf Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von ca. 3,3 T€ sowie laufende Gehaltszahlungen.
Die wesentlichen Einnahmen setzen sich aus Mitgliedsbeiträgen (ca. 40 T€), Aufnahmegebühren (ca. 3,5 T€) sowie Liegeplatzgebühren (ca. 79 T€) zusammen.
Auf der Aufwandsseite wurden insbesondere folgende Positionen genannt: Steuern (ca. 5.600 €, leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr), Beiträge (ca. 10,5 T€ mit künftig steigender Tendenz durch Anpassung beim DSV), Versicherungen (ca. 7 T€) sowie Raumkosten (ca. 42 T€ Pacht, 6 T€ Instandhaltung, 7 T€ Energie). Weitere Aufwendungen entstanden unter anderem für Verwaltung, Kommunikation, WLAN-Ausbau sowie Abgaben.
Für das Jahr 2025 ergibt sich ein leicht negatives Ergebnis in Höhe von ca. –1.562 €. Auch für 2026 wird derzeit ein negatives Ergebnis prognostiziert.
Im Zusammenhang mit der Verlängerung des Pachtvertrags wurde berichtet, dass hierzu Gespräche und Vorträge im Gemeinderat erfolgt sind.
Für das Jahr 2026 wurde ein Konsolidierungskurs angekündigt, mit dem Ziel, wieder ein positives Jahresergebnis zu erreichen und neue Rücklagen aufzubauen. Wesentliche Faktoren hierfür sind insbesondere angepasste Liegeplatzgebühren sowie zusätzliche Einnahmen, beispielsweise durch Vermietungen und Spenden.
Der Jahresabschluss wurde satzungsgemäß durch die Kassenprüfer geprüft.
Der Jahresabschluss wird einstimmig genehmigt.
Andreas Renz wird als Kassenprüfer für zwei Jahre wiedergewählt. Der Vorstand wurde entlastet.
Liegeplatzgebühren
Die Liegeplatzgebühren sind in den vergangenen zwölf Jahren unverändert geblieben, während der Verbraucherpreisindex um rund 31 % gestiegen ist. Alle Kostenarten, insbesondere bei Betrieb, Personal, Wartung und Energie sind ebenfalls in diesem Zeitraum deutlich gestiegen.
Die Versammlung beschließt auf Vorschlag des Vorstands, die Liegeplatzgebühr ab dem Jahr 2026 von bisher 25,00 € auf 30,00 € pro Quadratmeter Liegeplatzfläche zu erhöhen.
Zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität des Vereins sowie zur Finanzierung notwendiger Investitionen in Infrastruktur und Sicherheit sollen sich die Liegeplatzgebühren künftig an der allgemeine Preisentwicklung orientieren, auch um durch regelmäßige Anpassung den nachhaltigen Werterhalt der Anlagen zu gewährleisten. Transparenz hat hierbei oberste Priorität; Anpassungen werden frühzeitig über die üblichen Kommunikationskanäle des Vereins bekanntgegeben.
Ehrungen
Der 1. Vorsitzende Kuno Storz übergibt den anwesenden Jubilaren Urkunden und Anstecknadeln und dankt für die jahrzehntelange Treue zum Segel-Club Bodman.
Neumitglieder und neue Liegeplatzinhaber
Seit der letzten Mitgliederversammlung hat der SCBo insgesamt 17 Neumitglieder (12 aktive, 2 passive und 3 Jugend) aufgenommen. Bei den Liegeplätzen konnten 14 Plätze neu fest vergeben werden.
Vorstandswahlen
Heinz Karcher (Beisitzer Clubhaus) kandidiert aus persönlichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit und wird vom 1. Vorsitzenden mit herzlichen Worten und einem Präsent verabschiedet. Kuno Storzerläutert, dass das Aufgabe des Clubhausmanagers künftig neugestaltet werden soll. Aufgrund des Umfangs und der Bedeutung der Tätigkeiten ist vorgesehen, die Verantwortlichkeiten künftig auf ein Team von drei Personen zu verteilen. Dieses Management-Trio soll die anfallenden Aufgaben gemeinsam übernehmen und so eine bessere Aufgabenteilung gewährleisten.
Als neuer Clubwart wurde Neumitglied Sebastian Lindenmayer gewählt.
Folgende Vorstandsmitglieder wurden nach Ablauf ihrer Amtszeit einstimmig bei jeweils einer Enthaltung für zwei Jahre wiedergewählt:
Sonja Hildebrand, 2. Vorsitzende
Paul Jackels, Schatzmeister
Michael Bozsas, Jugendwart
Alf Müller, Takelwart
Dank
Die 2. Vorsitzende dankte im Namen des Gesamtvorstands dem 1. Vorsitzenden für sein empathisches und verständnisvolles Auftreten sowie für die kontinuierliche Unterstützung, das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Der 1. Vorsitzende dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit, insbesondere Takelwart Alf Müller.
Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich der 1. Vorsitzende, Kuno Storz, im Namen des Segelclubs bei allen Anwesenden für ihre Unterstützung und die aktive Teilnahme an der Mitgliederversammlung.










